Wie du ein Plus Size Model wirst und warum du ganz viel Ehrgeiz brauchst.

Hallo ihr Hübschen,

bald, bald, bald ist es soweit und unsere Casting-Tour der Plus Size Fashion Days startet wieder. Ich weiß, ihr warte alle total gespannt auf die Termine. Ich kann Euch sagen: Es wird toll und wir haben viele Kooperationspartner mit an Board. Es stehen mehrere Termine an die wir Euch bald verraten werden.
Was wir momentan erleben ist, dass der Hype nach Plus Modellen sehr groß ist und endlich auch die Medien nachziehen. Viele Frauen sehen ihre Chance und möchten auch auf Laufstege.

Denise Bidot bei der Zizzi Fashion Show in Kopenhagen in 2014.

Ein Model zu werden und zu sein ist nicht leicht. Gerade im Plus-Bereich gibt es viele unterschiedliche Körperformen und viele Größenunterschiede. Das beginnt im Modelbusiness bei einer 38 und geht bis meistens 54. Diese Kleidergrößen haben sich die Endverbraucher nicht ausgedacht- sie werden von der Modeindustrie vorgegeben.

Was wir im Plus-Bereich haben ist eine große Vielfalt und eine enorme Diversität, die ich grandios finde. Aber gerade das macht eine Auswahl extrem schwer. Viele Frauen verstehen unter einer Größe 38 oder auch 44 keine Plus Größe. Im Modelbreich werden diese Größen sehr oft gebucht. Die gängige Mustergröße ist eine 42/44, die auch der Durchschnittsgröße der Deutschen Frau entspricht.

Happy Size auf den Plus Size Fashion Days 2016 von Tanja Marfo

Was der Endverbraucher als Übergröße ansieht, ist nicht die Wahrnehmung von der Modeindustrie. Aber auch da befinden wir uns auf einem guten Weg. Vor Jahren war es undenkbar, dass ein Model mit einer Größe 48 für ein Katalogshooting gebucht wird oder das wir auf einmal immer größere Größen in den Medien sehen. Wir entwickeln uns und die Meinung der Endverbraucher hat immer mehr Gewicht.

Plus Size Model Susanne bei ihrem ersten Fotoshooting 2013. Gewonnen bei den Plus SIze Fashion Days.
Plus Size Model Susanne bei ihrem ersten Fotoshooting 2013. Gewonnen bei den Plus Size Fashion Days. Fotos: Velvet D’amour Volup2

Was aber muss ein Model mitbringen? Was ist das sogenannte „Full Package„?

Ein Model muss verdammt hartnäckig sein und jede Menge Kritik und Absagen einstecken können. Auf unseren Castings möchten wir allen ein gutes Gefühl vermitteln. Das werden wir auch dieses Jahr wieder tun, denn wir wollen, dass ihr Euch gut fühlt und ihr wisst, dass ihr toll seid. Wir spielen nicht „Gemanys Next Top Model“ und wollen euch vor nicht vor Leuten bloß stellen. Wir wollen Frauen, die sich wohl fühlen und Ausstrahlung haben und mit sich im Reinen sind.

Kritikfähigkeit, und mit einer Absage umgehen zu können, sind das A und O. Selbst die bekanntesten Top Modelle, die heute sehr erfolgreich im Business sind, haben vor ihrem Erfolg jede Menge Absagen und Kritik über sich ergehen lassen müssen. Mussten lange Strecken auf sich nehmen und wurden nach einer kurzen Musterung wieder nach Hause geschickt.
Niemand ist perfekt und es wird immer ein unterschiedlicher Typ gesucht. Nimm eine Absage niemals persönlich!

Was sollte ich als Model mitbringen?

Schöne Zähne
Gepflegte Haut
Strahlendes Lächeln
Vielseitigkeit
Ein großes Selbstbewusstsein
Kritikfähigkeit
Erfahrungen sind immer von Vorteil aber kein Muss
Offenheit und Fröhlichkeit
Körperbeherrschung
Ausdauer
Körperliche Fitness
Meistens musst du über 174cm groß sein.

Modelle in unterschiedlichen Konfektionsgrößen – die Plus Size Fashion Days leisten Pionierarbeit.

Und wie fange ich nun an und wo bekomme ich alle Infos?
Es gibt viele Agenturen die man natürlich anschreiben kann und man kann sich auch blind bewerben.
Das ich meine eigene Agentur vor einiger Zeit gegründet habe ist einigen vielleicht bekannt. Wir haben bereits erste Modelle unserer Agentur vermitteln können und arbeiten auch weiterhin daran, dass Diversität nicht nur virtuell stattfindet.
Du solltest natürlich eine gewisse Körpergröße mitbringen. Diese ist vor allem für Laufstegjobs wichtig. Bei Fotojobs ist die Größe nicht so entscheidend.

Auch Plus Modelle brauchen Fitness und Ausdauer. So ein Fashionshow-Tag ist irre lang. Da geht es mit körperlicher Fitness durchaus einfacher.
Du musst auf hohen Schuhen laufen können und du musst auch wissen, wie du dich bewegst. Leider gibt es kaum eine Ausbildung in dem Bereich. Und die Frage ist auch: Wo sollen denn angehende Modelle üben?
Fashionshows gibt es leider immer noch recht wenige. Diesen Punkt haben wir bereits vergangenes Jahr erkannt und wir werden in diesem Jahr die ersten Model-Workshops anbieten. Wenn ihr die Basic Ausdrücke, Formationen und Bewegungsabläufe kennt, seid ihr sicher im Laufen und besser in der Körperbeherrschung. Einen ersten Schnupperkurs haben wir bald für euch – schaut unbedingt auf unserer Agentur-Seite vorbei.

Samuels von der Kurvenrauschmodelagecy auf dem Laufsteg in Paris.

Networking- Networking- Networking

Nichts geht ohne Networking. Rein gar nichts. Make your name known. Wenn du etwas willst, dann hole es dir und lasse andere wissen, wer du bist. Besuche Fachmessen, mache dir Visitenkarten und lege dir erste, virtuelle Set-Cards an. Unter www.model-kartei.de kannst du kostenlos eine Model Set-Card anlegen- www.modelmayhem.com ist auch eine gute Alternative.

Suche dir einen Fotografen der mit dir auf TFP Basis arbeitet. So entstehen dir absolut keine Kosten und du kannst üben.
Stelle dich vor den Spiegel und probiere unterschiedliche Posen aus. Kaufe dir ein Posing Buch oder schaue dir Tutorials im Internet an. Und bitte, bitte: Sei du selbst! Habe gute Manieren, bedanke dich bei Menschen die dir helfen und dich weiterbringen. So kannst du nämlich auch später eine Kette fortsetzen und anderen helfen. Diese Art hat mir bisher viel gebracht.

Wenn ihr Fragen habt dann schickt mir gerne eine Mail. (info@kurvenrausch-hamburg.de)

Ich freue mich auf die nächsten Model-Tipps. Stay tuned!

Eure
Tanja

Weitere Tipps und Tricks findest du sehr bald hier auf meiner Seite.

Catarina Pogorzelski auf der Pulp Fashion Week in Paris in Kooperation mit den Plus Size Fashion Days
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