Weltfrauentag – ich brauche keine Blumen

Ich kenne viele starke Frauen.. Frauen, die ihren Weg gegangen sind und ohne die ich zum Beispiel gar nicht hier wäre.

Nehmen wir meine Oma als Beispiel:

Während der Zeit des kalten Krieges machten sich meine Großeltern mit acht Kindern auf den Weg von Danzig nach Deutschland.Als geborene Deutsche durften sie in Polen ihre Muttersprache nicht öffentlich sprechen. Ein einziger Tag wurde ihnen und ihren Kindern gegeben für die Ausreise. Sie ließen Haus, Land, Vieh etc. zurück für ein besseres Leben in Deutschland für ihre Kinder und sich.

Seit 36 Jahren ist mein Großvater tod, ich habe keine Erinnerung an ihn. Er starb als ich 1 Jahr alt war. Meine Oma hält seit mehr als 36 unsere Großfamilie zusammen. Sie ist jetzt schon 87 und singt mir im deutsch/polnischen Singsang alte Lieder vor wenn ich sie besuche 💗💗
Ohne Mut, ohne den festen Glauben an ein besseres Leben würde ich nicht hier sein. Hätte meine Mom meinen Pops nicht in den 70ern kennengelernt. Ich bin privilegiert, darf ein ruhiges und schönes Leben führen. Mein Kind hat ein Dach, Essen, genießt eine gute Schulbildung.
Die Entscheidung zweier couragierter Menschen hat dazu beigetragen, dass es mich gibt.



Faire Löhne, Gleichberechtigung und Anerkennung

Am Weltfrauentag wünsche ich mir, dass Frauen endlich mehr Geld bekommen. Frauen in Führungspositionen sind immer noch eine Seltenheit. Auch wenn die Lohndifferenz sich leicht verringert hat, so verdienen Männer im Schnitt ein Fünftel mehr als wir.

Hauptgründe seien laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW):

  1. Frauen arbeiten immer häufiger Teilzeit und stecken im Beruf zurück. Spätestens dann wenn Kinder im Spiel sind. Den Hauptteil der Erziehung übernehmen immer noch die Frauen.
  2.  So fehlen ihnen aufgrund der Kindererziehung Beruferfahrungen und sie verdienen somit weniger.
  3. Die Arbeitsbranche spielt ebenfalls eine große Rolle, arbeiten Frauen häufig im Gesundheits- und Sozialwesen und dort sind die Löhne geringer.
  4. Zufolge dem, ist die Veranstwortung geringer und Männer arbeiten öfters in Führungspositionen mit hoher Mitarbeiterverantwortung.

Kindererziehung

Machen wir uns nichts vor: Auch wenn Männer immer mehr tun, sich Elternzeit nehmen und ihre Partnerin unterstützen – die meiste Arbeit leistet im klassichem Sinne die Frau. Es ist eine logische Folgerung, dass der Partner der mehr verdient im Beruf bleibt. Wir wollen uns das Leben nicht unnötig schwer machen!?

Eine persönliche Wunschsituation habe ich für mich selbst nicht gefunden. Wir können unabhängig sein, Kinder auch ohne Mann bekommen, erziehen und uns selbst versorgen. Auch heiraten ist heute kein Muss mehr.  In Stoßzeiten bin ich selbst viel unterwegs und ich kann euch sagen, dass die Zeiten in denen mein Sohn klein war, für mich nicht einfach waren. Bleibe ich Zuhause, gebe ich meine Karriere auf. Gehe ich arbeiten, bin ich die karrieregeile Frau. Diesrr  Spagath lasstet häufig auf den Schultern von Müttern und das schlechte Gewissen ist immer parat.

Gleichheit

Wusstet ihr, dass weltweit 62 Millionen Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen und rund 70 % der Mädchen in Guinea und Nigeria zum Beispiel noch nie eine Schule besucht haben?
Somit wird der Zugang zur höhreren Bildung unendlich vielen Mädchen verwehrt.
Es ist in einigen Ländern wahrscheinlicher, dass ein Kind an den Folgen einer Geburt oder Schwangerschaft stirbt, als die Grundschule zu besuchen. ( Quelle Plan International)

Minderjährige Mädchen werden verheiratet, verkauft und leben ein Leben in Armut. Diese Zahlen machen mich traurig und furchtbar wütend.

Während in anderen Ländern mehrere Familienmitglieder Geld zusammen legen, damit ihre Kinder in die Schule gehen können, müssen wir in Deutschland nichts für gute Bildung bezahlen.

Weltfrauentag will, dass du nicht vergisst, wie andere auch für DICH gekämpft haben.

Wenn ich hörem, dass einige Frauen wirklich erbost sind, wenn sie heute keine Blumen oder andere Aufmerksamkeiten bekommen, dann dreht sich mein Mageninhalt. Wir müssen uns daran erinnern, wie wichtig der Frauentag in seiner Geschichte und Gründung ist.

„Der Weltfrauentag entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Die Vereinten Nationen erkoren ihn später als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus.
Das alles beherrschende Thema der ersten Jahre war die Forderung nach dem freien, geheimen und gleichen Frauenwahlrecht.“

Ehren wir, wofür andere vor uns gekämpft haben. Helfen wir, haben wir ein gutes Herz, glauben und vernetzen wir uns für weiterhin mehr Gleichberechtigung und Anerkennung von Frauen – weltweit.

Vergesst nie, wie gut es uns geht. Seid dankbar für euer Leben in Ruhe und Frieden.

Happy International Womens Day, Ladies!

Eure
Tanja

Bilder @pexels

 

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