Plus Size Looks from Runway der FFFWeek New York

Hallo ihr Lieben,

fast einen Monat ist es her, dass wir in New York zum Austausch meiner Plus Size Fashion Days mit der Full Figured Fashion Week waren.
Zwei Deutsche Modelle durften mich begleiten – Alisa und Katja. Beide sind die ersten Modelle aus Übersee für die FFFWeek und ich freue mich sehr, dass dieser Austausch für Vielfalt und gegenseitigen Support entstanden ist.
Wer meiner Reise folgt der weiß, dass wir auch über drei Jahre lang Partner der Pulp Fashion Week Paris waren. Der Austausch hat alle Modelle weiter gebracht und hat viel zur persönlichen Entwicklung beigetragen. Für und mein Unternehmen ist es wichtig weiter zu denken und an unserer persönlichen Entwicklung zu arbeiten. Daraus resultierte meine Idee des Austausches mit der FFFWeek.

Heute möchte ich euch meine Lieblingslooks vom Runway zeigen und auch einige Worte zur Plus Size Fashion Szene in den USA sagen.

Generose

Für alle die schöne Kleider lieben ist dieses neue Label ideal. Das junge mexikanische Unternehmen hatte seine Premiere auf der FFFWeek.

Generöse bietet wunderschöne Kleider
Katja sieht sehr elegant aus in diesem wunderschönen Kleid
Bunte Blumen und florale Muster

Shun Melson

Mein neues Maxikleid, mit dessen Bilder ich euch das eine oder andere Mal bereits gespamt habe, ist von Shun Melson. Die Preise sind erschwinglich und der Look sieht super aus- an großen und kleinen Kurven. Die Designerin hat bereits viele Stars und Sternchen eingekleidet. Auch wenn sie selbst eher schmal ist weiß sie genau, dass jede Frau sich wünscht wunderschön auszusehen. Und das beste für mich: Die Kleidung ist lang genug (ich bin 186cm groß.) Ich kann gar nicht beschreiben was es für ein Gefühl war ein Kleid zu kaufen, dass mir bis zu den Knöcheln geht. Es ist wirklich das erste Kleid in dieser Länge für mich und ich liebe es. Ich glaube, jede Frau wünscht sich diese Erfahrung beim shoppen und leider wird sie uns in großen Größen so oft verwehrt.

Gatsby Lady

Was mir auf jeden Fall aufgefallen ist in New York ist der „Mut“ ( ich mag dieses Wort eigentlich im Zusammenhang mit Kleidung nicht mehr so richtig) zur Farbe und zu körperbetonten Schnitten. Ich habe sehr wenig dunkle Kleidung gesehen, dafür aber sehr viele frohe Farben.

Gatsby Lady ist eine Hommage an die Roaring Twenties. Mit der Designerin kam ich während der FFFWeek ins Gespräch und wirklich jedes Kleid ist handbestickt. Könnt ihr euch vorstellen, wie viel Arbeit das ist bei diesen Kleidern?
Der Preis der Kleider ist sehr unterschiedlich, startet bei etwa 130 Euro. Eigentlich viel zu günstig für diese Arbeit.

Gatsby Lady, Foto Brian Tru
Gatsby Lady, Foto Brian Tru
Gatsby Lady, Foto Brian Tru
Gatsby Lady, Foto Brian Tru
Katja trägt Gatsbylady
Katja trägt Gatsbylady

Ashley Stewart

Bei Ashley habe ich in New York bereits einige Taler gelassen. In meinem Live-Video könnt ihr noch einmal die Business Looks anschauen.
Bei Ashley hatte ich meine „Best Jeans Experience“, denn ich habe innerhalb von 10 Minuten zwei mega skinny Jeans gefunden in einer perfekten Länge für mich. Die Preise sind erschwinglich, die Kleidung ist weiblich, sexy und gut geschnitten.

Ashely Stewart at FFFWeek, Picture FFFWEEK
Ashely Stewart at FFFWeek, Picture FFFWEEK
Ashely Stewart at FFFWeek, Picture FFFWEEK

 

 

Matthew Paul Robinson

Weiblich, etwas edgy und betont körpernah. So ist Matthew Paul Robinson, ein junger Designer aus New York. Ich hatte leider keine Möglichkeit mit ihm persönlich ein paar Worte zu wechseln daher kann ich zu seiner Philosophie nicht viel sagen.

Alisa on the runway for Matthew Paul Robinson
Alisa on the runway for Matthew Paul Robinson
Alisa on the runway for Matthew Paul Robinson

Die amerikanische Plus Size Szene

Wenn ich eines bemerkenswert fand, dann die gegenseitige Unterstützung und Vernetzung in der Plus Size Community in New York.
Egal ob ich alleine auf Events war oder in Begleitung – ich war immer sehr schnell in Gespräche involviert. Menschen nahmen mich an die Hand und stellten mich anderen vor. „Oh, du machst das und das, dann musst du unbedingt diese Person hier kennenlernen“

Du bekommst Visitenkarten, Einladungen zum Brunch und es interessierte immer, woher du kommst, was du machst etc. Es kann an der amerikanischen Art liegen aber ich finde es super wie locker die Atmosphäre war. Auch wenn es oberflächlich sein sollte – Nettigkeit ist immer gut.

Die Creme de la Creme der Plus Size Blogger ist wie in Deutschland überschaubar. Und auch in den USA sprießen die Blogger wie die Pilze aus dem Boden. Was dazu führt, dass einige Brands nur noch ab gewissen Followerzahlen eine Kooperation anstreben. Kennen wir auch, oder?

Wie die Bezahlung der Blogger in den USA ist, dazu kann ich keine Aussagen treffen. Sie sind definitiv weiter als wir, denn die Plus Size Szene ist schon ausgereifter als bei uns.

In Deutschland sind wir reservierter und ich glaube auch, dass wir mit unseren Kontakten anders umgehen als die Amis. Die Plus Size Blogger Szene ist überschaubar, es gibt sehr wenige, die ihren Blog hauptberuflich betreiben. Finanziell ist es kaum tragbar alleine vom Bloggen zu leben. Da sieht es in dem USA schon ganz anders aus.

Abschließend kann ich sagen, dass mich am meisten das Körpergefühl amerikanischer Frauen beeindruckt. Egal ob Elfe oder Kugelfisch, jeder bekommt Kleidung in seiner Größe. Der Umgang mit verschiedenen Körperformen ist selbstverständlicher und es interessiert keine Sau, ob ich mit meiner Konfektion ein Crop-Top trage oder einen Minirock. Ich habe selten so viele schöne, stylische Frauen gesehen wie auf der FFFWeek. Es sollte so normal sein, dass wir uns in allen Konfektionen großartig kleiden können. Und das wünsche ich mir auch von ganzen Herzen für uns Plus Size Frauen.

Als dicke Frau ist es toll, einfach mal Ruhe zu haben. Ich werde im Alltag nicht mehr so oft gemustert wie früher aber komische Blicke fallen mir hin und wieder natürlich auf.
In den USA bekam ich so oft Komplimente vor allem von Frauen – das tut so gut. Keiner starrte mich an, niemand tuschelt, keiner sagt, dass ich sowas nicht tragen kann. Es ist für die Seele einfach mal toll sich keinen Kopf zu machen was man gerade trägt.
Dafür liebe ich New York.

Ich freue mich, wenn ich euch einen kleinen Einblick in die Modewelt der Plus Size Szene in New York geben konnte.

Danke an dieser Stelle an Happy Size, MIAMODA, Navabi und Soulfully die uns bei dieser  Reise unterstützt haben.

Alles Liebe,
Tanja

 

 

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