Forget Flattering – Trag doch einfach was du willst

Hallo meine Lieben,

momentan ist einfach so viel los bei mir, dass meine Posts etwas weniger sind. Vielen Dank an dieser Stelle für die vielen Reaktionen, Nachrichten und Mails auf meine letzten Artikel. Ich habe mich über jedes Feedback gefreut und bin total happy, dass ich vielen von Euch aus der Seele gesprochen habe.

Inspiration zu meinem heutigen Artikel habe ich bei der lieben Dani gefunden, die ihren Poste „Bauchgefühl“ nannte. Ich möchte so gerne weg von den Worten „kaschieren“ und „vorteilhaft“, weil sie mich soooo sehr nerven. Denn „dick“ bedeutet für mich nicht gleich, dass ich versuchen muss, schlanker zu wirken. Auch wenn ich schwarz trage oder Längssteifen, ich bleibe eine Konfektion 54 – so oder so.

Vielleicht ist es dem einen oder anderen bereits aufgefallen, dass ich kaum noch nur Schwarz trage. Vor einigen Jahren völlig undenkbar für mich. Heute habe ich viel Rosa, Blau, Grün und weitere tolle Farben, die mich strahlen lassen. Ich fühle mich einfach wohler und selbstbewusster, als vor ein paar Jahren.

Heute nehme ich euch noch einmal mit nach New York, denn dort war ich vor circa 2 Monaten während meines Austausches zwischen der Full Figured Fashion Week mit meinen Plus Size Fashion Days.  Habt ihr bereits eure Tickets? Wenn nicht – schnell sichern.

In New York oder Amerika ist das Körpergefühl anders, dicke Menschen gehören einfach zum Stadtbild dazu bzw. erregen nicht so viel Aufmerksamkeit wie in Deutschland.
Ich verstecke mich generell nicht mehr und bin es gewohnt, dass mir manch einer hinterher guckt. Manchmal ist es die Kombi aus groß und dick… und dann bist du auch noch „hübsch“, sagte mir meine Freundin vor Kurzem: Kein Wunder, dass die Leute dich angucken – sie lachte so herrlich dabei.

Mein grünes Kleid von Navabi war absolut außerhalb meiner Komfortzone, denn es legt den Fokus meiner Meinung nach auf meinen Bauch.
Wir wissen ja, dass außerhalb der eigenen Wohlfühlzone der meiste Spaß passiert 🙂

Während unseres Fotoshoots im Central Park erreichten wir dann irgendwann (nach einer gefühlten Ewigkeit) die Bethesda Fountain, den Brunnen aus Sex and the City oder Friends.
Es war so verdammt heiß an dem Tag, und der Central Park ist riessiiigg!

Ich zog mich auf der öffentlichen Toilette um, was der absolute Albtraum war, denn ich guckte quasi zu zwei Dritteln oberhalb der Toilettenkabine raus, weil groß… haha… und es roch nicht besonders gut. Meine Beine waren von der Hitze und dem vielen Laufen angeschwollen und meine Locken vom Morgen waren nur noch leichte Wellen.
Durchgeschwitzt und von vielen Menschen im Hintergrund beobachtet, setzte ich mich an den Brunnen, und Katja machte ganz tolle Fotos von mir. Auch die Unterführung zum Brunnen passte so wundervoll und stimmig zu meinem Kleid.

Die Fotos gehören zu meinem absoluten Lieblingsbildern, und ich bin total happy, dass ich mich so sehr in dieses grüne Kleid verliebt habe. Es ist pflegeleicht, super angenehm zu tragen, auch bei großer Hitze, und der Schnitt ist nicht wie bei jedem anderen Kleid.

Und das beste: Es kostet nur 40 Euro bei Navabi.

Was mir auffällt…
Gerade im Sommer und bei hohen Temperaturen neigen einige Frauen dazu, sich zu verstecken. Sie gehen nicht an den See oder ins Freibad, zeigen sich nicht mit nackten Oberarmen, geschweige denn nackt, versagen sich ein leckeres Eis oder essen erst gar nicht in der Öffentlichkeit.
Schnelle Bikini-Diäten unterstützen noch, dass wir uns unansehnlich und nicht schön fühlen in unserem Körper.

 

Wie beruhigend ist es doch zu wissen, dass wir unsere eigene Sichtweise auf unseren Körper ändern können – jederzeit. Hier ein Auszug aus meinem 30 Days of Selflove-Programm, welches es Ende des Jahres auch in einem Online-Workshop geben wird.

Bitte beantworte dir folgende Fragen:

1. Denkst du oft, dass du etwas Bestimmtes erfüllen oder erreichen musst, bevor du glücklich sein kannst?
2. Du machst und tust und kümmerst dich – aber es ist nie genug?
3. Kannst du dich und deinen Körper annehmen?
4. Findest du Selbstliebe egoistisch?
5. Lobst du dich regelmäßig?
6. Akzeptierst du alle Gedanken, die du hast? Auch die schlechten?

Selbstliebe lernen…
Sätze, die du dir zu Herzen nehmen solltest…

1. Du bist immer gut genug!
2. Du bist wertvoll und einzigartig!
3. Nehme dich und deinen Körper an, so wie er gerade ist!
4. Sei dankbar für alles, was du hast!
5. Lobe dich und sei gut zu dir!
6. Akzeptiere alle Gedanken, die du hast, auch die schlechten!
7. Nehme dir täglich Zeit für dich!
8. Nimm deine Grenzen wahr!
9. Stehe für dich ein!
10. Schaffe dir ein liebevolles Umfeld!
11. Tue, was dich erfüllt!
12. Finde deinen eigenen Weg, deine Bestimmung!

Tanja Marfo Portrait
Tanja Marfo Portrait

Wichtig: Ich bin keine Therapeutin und zeige euch immer nur meinen eigenen Weg. Bitte wendet euch an eine Psychologin, sobald ihr merkt, dass ihr alleine nicht weiter kommt.

Selbstliebe umzusetzen ist wohl die schwerste Aufgabe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wir jeden Tag daran arbeiten müssen. Auch eine Auszeit für uns selbst ist wichtig. Ich habe vor einiger Zeit meinen ersten Urlaub alleine auf Fanø, einer kleinen dänischen Insel, verbracht. Im letzten Jahr war ich für eine Woche in einem modernen Kloster, eine tolle stille Erfahrung. Diese Reisen waren für mich selbst das beste Geschenk, das ich mir machen konnte.

Wenn du mir dir haderst, so lass dir sagen, dass viele Menschen die gleichen Probleme haben, und sie nur nicht sichtbar sind. Jeder Mensch trägt sein Päckchen, und es liegt an uns, diesen Ballast anzugehen.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sommer, oder was davon übrig ist…

Eure Tanja

 

 

Dieser Post enthält Werbung für navabi.de

 

1 Comment
  1. Im Prinzip hast Du recht – wir nicht schlanken machen uns oft zu viele Gedanken darüber, was wir vermeintlich nicht tragen können/sollen/dürfen.
    Auch erhalten wir viel zu viel negative Rückmeldungen aus der Umfeld; während bei den Schlanken das Schlanksein auch alle echten Defizite ausgleicht.

    Aber: Vorteilhaft ist nun mal ein durchaus messbar – und das gilt für alle Größen.
    Das fängt mit der richtigen Farbe an, der Stoffstruktur die besser oder schlechter zur Person passt.
    Aber auch Schnitt und Details in der Ausführung: Meine beste Kleidergröße 36 Freundin sieht mit Ausschnitten wie ich sie trage einfach erbärmlich aus – nur Knochen, Sehnen, Fältchen, unregelmäßiges Hautbild, mindestens 10 Jahre älter – also auch nicht vorteilhaft.
    Umgekehrt sähe ich mit ihren Hüftgürteln aus wie eine Tonne.

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