Warum ein Magenband für mich keine Option ist

Hallo, meine Lieben…

heute erwartet euch ein sehr persönlicher Beitrag, der schon lange überfällig ist.

Gerade jetzt sitze ich in meinem Wohnzimmer und alles tut weh. Meine Beine, meine Knie, mein Kopf schmerzt… Das ist in letzter Zeit sehr oft der Fall.

Ich weiß, dass ich meine Gesundheit verbessern möchte, und genau das ist mein Plan.
Ich weiß, ich habe schon öfter mit euch über meine Essstörung gesprochen, und ich bin stets sehr dankbar für euer Feedback.

Es geht nicht darum schlank zu sein, ich erwarte keine Wunder oder dass sich mein Leben um 360 Grad dreht – jetzt und hier geht es um mich und mein Wohlbefinden.

Teil meines neuen Plans wird ein Fitness- und Ernährungsprogramm sein, das ich euch noch näher vorstellen werde. Wichtig ist mir dabei, dass ihr wisst, dass ich hier für meine eigenen Werte und Ziele eintrete und jeder bitte so bleiben kann, wie er oder sie will.

Ich hatte, ganz hart gesagt, die Möglichkeit, mich für eine Magenoperation zu entscheiden oder für mehr Bewegung und ein beobachtetes Sport- und Ernährungsprogramm. Eine OP ist für mich keine Option, sie löst nicht die tieferen Ursachen, daran muss weiterhin gearbeitet werden.

Ich habe großen Respekt vor Menschen,  die das Magenband, den Schlauchmagen oder den Magenbypass für sich gewählt haben oder sich für andere „OP-Methoden“ entschieden haben. Jeder muss seinen Weg finden, und dieser ist immer individuell.

Ihr werdet auf meinem Blog keine Kalorienangaben, Maßtabellen oder den BMI finden – davon halte ich nichts. Auch eine Waage brauche ich erstmal nicht. Mein Spiegel sagt mit jeden Tag die Wahrheit…

Selbstliebe fängt mit Akzeptanz an, mit dem hier und jetzt, aber es schließt nicht aus, dass ich mich gesundheitlich verbessere. Mein Körper zeigt mir jeden Tag, dass ich langsamer mache muss, mich mehr um mich kümmern sollte, und ganz genau da setze ich jetzt an.

Ich habe so viel Power und setze jeden Tag viel davon um. Nur merke ich jeden Abend nach getaner Arbeit, dass ich eigentlich gleich ins Bett fallen möchte. Mein eigener Körper bremst mich aus, und das gefällt mir nicht.

Dass ich ab Anfang November professionelle Unterstützung habe, darüber freue ich mich so unglaublich. Ein Konzept aus Mind, Body and Soul – mehr könnte ich mir nicht wünschen. Ich habe mir genau diese Unterstützung gewünscht, und sie wurde mir gegeben. Ein unglaubliches Geschenk!

Ich möchte weniger Migräne haben, länger laufen können, mit meinem Sohn in einen Kletterpark gehen, in den Freizeitpark – das sind alles Wünsche und Handlungen, die ich einfach in meinem Herzen trage.

Ich freue mich, wenn ihr mich bei meiner Reise zu mehr Gesundheit begleiten möchtet.

Meine Unterstützer in den kommenden Monaten sind:
Bintu Cham, Ökotrophologin
Dustin Steffens, Personal Trainer
MeridianSpa – Fitness, Wellness und Bodycare
Weitere folgen..

Ich freue mich auf alles, was kommt.

Eure Tanja

Dieser Post enthält Werbung für das MeridianSpa.

5 Comments
  1. Liebe Tanja,

    ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg für den Weg, den du gehen möchtest.

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass nichts unmöglich ist. Das solltest du eigentlich wissen – Stichwort „Plussize-Fashion-Days“ 😉

    Auch ich (40 Jahre alt) habe mich mit 150kg bei einer Körpergröße von 1,55m gegen eine OP entschieden. Ich bin ein eher emotionaler Esser und hatte zum einen Angst, dass ich nach einer OP nicht mehr auf Essen als Kompensation zurückgreifen kann, zum anderen wollte ich eher zunächst die Probleme, die dahinterstecken, bewältigen. Körperlich ging es mir sehr schlecht, ich konnte kaum noch laufen und aufgrund schwergradiger Lymphödeme drohte mir der Rollstuhl. Zuerst fing ich an, aufzuschreiben, was ich esse. Das war ganz schön viel und mir vorher nicht wirklich bewusst. Ich zählte Kalorien, aber jeder muss seinen eigenen Weg finden, es gibt ja unzählige Möglichkeiten.

    Heute passe ich wieder in Gr. 38, meine liebsten Sportarten sind Step Aerobic und Yoga, aber auch an Nordic Walking und Kraftübungen im Fitnessstudio habe ich Gefallen gefunden und würde mich mittlerweile als sportlich bezeichnen Ach ja, 83kg habe ich abgenommen..

    Du musst nur daran glauben, dann darfst du auch Wunder erwarten!

    Ich sende dir ganz liebe Grüße und eine herzliche Umarmung!

    Michaela

    1. Liebe Michaela,

      ich danke dir für deine sehr persönlich und ausführliche Antwort. Ich bin selbst ein emotionaler Esser und bin unfassbar gespannt, was mich auf meiner Reise erwartet. Ich habe ganz klar definiert was ich nicht möchte. Ich will keine Kalorientabellen, keine Maßbänder, keine Waage..nichts davon. Aber liebevolle Begleitung, Sport der mir Spaß macht und allgemein ein Leben, dass nicht unter einem anderen Essverhalten leidet. Ich liebe mich jetzt schon, ich erwarte vielleicht eher körperliche Wunder. Mehr Bewegungsfreiheit, mehr Möglichkeiten und das, ohne das jemand Rücksicht auf mich nehmen muss.

      Ich werde berichten wie es mir ergeht 🙂
      Umarmung zurück.

      LG,
      Tanja

  2. Letztlich finde ich unterschlägt die bariatrische Chirurgie mit ihren Heilsversprechen auch vieles. „Magenverkleinerung“ & Co sind häufig große, riskante Operationen mit ernsten Folgen (u.a. Nährstoffmangel, psychischen Erkrankungen etc.). Das kann gut laufen und hat schon Leben gerettet. Kann aber als vermeintlich „einfache“ Lösung auch schief laufen und die Lebensqualität (erstmal) enorm verschlechtern. Dünn sein heißt nicht automatisch gesund sein und nicht mal langfristig dünn wird man automatisch, da gehört immer noch harte Arbeit dazu. Für mich wäre es in meiner aktuellen Lebenssituation auch überhaupt keine Option. Finde ich gut, dass hier Alternativen aufgezeigt werden. Alles hat seine Berechtigung, aber es will wohl überlegt sein welchen Preis man bereit ist zu zahlen um eine Lebensveränderung herbei zu führen. Drücke die Daumen für deine Pläne, der ganzheitliche Ansatz klingt schon mal klasse !

  3. Liebe Tanja,

    ich kann dich gerade so gut verstehen. Optisch mag ich mich so, wie ich bin. Das ist zu einem großen Teil auch dein Verdienst. Seit ich dich kenne, habe ich richtig Spaß an Mode und Kosmetik.. Ich bin es mir wieder Wert, mich schön zu machen. Mein Mann unterstützt mich sehr, er hat mich bereits 3 mal zu den Plus-Size Fashion Days begleitet. Die Veranstaltung ist jedes Jahr ein richtiges Highlight für uns, dass wir meist mit einem Kurzurlaub in Hamburg verbinden.
    Aaaber: ich werde morgen an der Wirbelsäule operiert, und würde mich über jedes Kilo weniger freuen, um nach der Op wieder richtig fit zu werden, auch meine Knie würden es mir danken. Je älter ich werde, desto mehr behindern mich meine ca 30 kg Übergewicht. Das ist die Schwierigkeit: einerseits akzeptiere ich mich so, wie ich bin. Andererseits möchte ich leichter durchs Leben gehen, für meine 3 kleinen Enkel beweglich sein…. Ich werde deinen Weg gespannt verfolgen, und bin mir sicher, dass du mich weiterhin inspirieren wirst!

    Nachtrag: habe jetzt erst den Kommentar von Michaela gelesen. Respekt für diese Leistung, wie schön, dass du deinen Weg gefunden hast!

    Liebe Grüße von Ingrid aus Lübeck

  4. Das hast Du ganz wunderbar beschrieben. Ich kann deine Gedanken dazu absolut nachvollziehen! Auch bei mir war Anfang dieses Jahr die Entscheidung aus ganz ähnlichen Gründen gefallen – fitter und gesünder werden. Inzwischen sind etliche Kilos weg, ich konnte meine Dauermedikation absetzen, die Blutwerte und der Blutdruck sind super. Und ich kann mit meinem Kind Wettläufe durchs Herbstlaub machen. Einfach gut! Jeder soll so leben wie er möchte, so aussehen, wie es ihn glücklich macht. Für mich war es das Gewicht und die Fitness, die zu ändern waren. Und ich bereue nichts 🙂 Weiter so Tanja.

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