Auf die Message kommt es an – Plus Size Kollektion Michael Michalsky x Happy Size

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Hallo, ihr Lieben…

ein paar Tage sind vergangen seit dem Launch der Michael Michalsky-Show für Happy Size. Meine Gedanken zum Thema Plus Size – Mode von einem Straight Size – Designer findet ihr in diesem Artikel.

Wann habe ich das erste Mal von Designer-Mode in meiner Größe gehört?

…Ich glaube, es war ganz zum Anfang meiner Blogzeit, circa 2013, als ich Designer-Mode entdeckte und auch die ersten Couture-Kollektionen begutachtete.
Bereits damals dachte ich mir, wie grandios es wäre, wenn wir mehr Aufmerksamkeit für die Plus Size-Größen erreichen könnten.
Wenn wir erfahrene Designer dazu bewegen könnten, auch für den kurvigen Körper zu entwerfen.

Nicht zuletzt sind aus dem Bedürfnis, Mode erlebbar und fühlbar zu machen und eine Vielzahl an unterschiedlichen Körpern zu zeigen, die Kurvenrausch Plus Size Fashion Days entstanden.

Straight Size Designs in Plus Size

Michael Michalsky ist sicherlich nicht der erste Designer, der eine Plus Size-Kollektion entworfen hat, aber es ist seine erste Kooperation für große Größen.
Im Netz wurde nach der Show hitzig diskutiert, ob der Designer denn den Körper einer kurvigen Frau verstanden hätte. Es wurden unfassbare Vorwürfe in den Raum geworfen, die Kollektion aös „gedankenlos“ beschrieben und so weiter.

Ich habe mir das alles angesehen und möchte auch meine two Cents dazu auf meinem Blog niederschreiben. Geschmack, darüber kann man reden und diskutieren. Ich persönlich hatte während der Show nicht einmal das Gefühl, dass ich die Mode nicht tragen könnte. Ganz im Gegenteil. Ich habe während der Show bereits überlegt, was ich wie kombinieren könnte und mit welchem Outfit ich demnächst im Frühjahr durch die Hamburger Straßen ziehe.

Emotionen, Emotionen..

Ich weiß, Plus Size-Mode hat ganz viel mit Emotionen und Bedürfnissen zu tun. Wir wollen verstanden werden, möchten genau so coole Sachen tragen wie unsere schlanken Freundinnen.

Das wichtigste, die bedeutendste Message hinter dieser Show hat der Endverbraucher nicht verstanden. Natürlich freut sich Happy Size über einen Abverkauf der Kollektion. Es ist aber von Anfang an gesagt worden, dass die Auflage limitiert ist.
Vielmehr geht es hier um eine Message, die für mich zukunftsweisend ist. Ein Straight Size-Designer steht mit seinem Namen für Vielfalt und steht vor der Presse – und mit seinem Namen für UNS ein.

Ich kann auch gar nicht sagen, wie NICHT selbstverständlich das gerade ist. Wie oft rede ich mit Redakteuren und bekomme die Antwort, dass Plus Size ja nur ein Trend sei und höchstens in der „Tina“ oder „Bella“ zu platzieren wäre. Wie wenig finden wir auf der Fashion Week Berlin statt, wie selten sehen wir Plus Size-Mode-Strecken in den Magazinen. Ich will keine Extrawurst mehr haben, keine Editorial-Strecke, die nur schwarz und weiß ist. Ich will Mode in allen Facetten und mit allen modischen Aspekten. Und wenn die Kollektion vielleicht auch nicht jeden anspricht, so sorgen wir dafür, dass Plus Size immer mehr im Gespräch ist. Dafür kämpfen wir Plus Size-Blogger so sehr – jeden Tag. Und für unser Engagement mit dem Bewusstsein, dass wir quasi die „Durchschnittsgröße der deutschen Frauen“ hinter uns haben, werden wir im Vergleich zu den Straight Size-Blogger-Kolleginnen und -Kollegen sehr viel schlechter bezahlt.

Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass sich Plus Size mehr in den Köpfen der Menschen, Redakteure und Magazinmitarbeiter festsetzt, und wir irgendwann keine Labels mehr brauchen.

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