#WhatAboutUs? – Eine Aktion für mehr Sichtbarkeit

Hallo, meine lieben Kurvenrauschis,

heute um 18 Uhr ist es soweit, und wir starten auf Instagram und Facebook mit der Aktion #WhataboutUs. Anlässlich des About You Awards, der einer der wichtigsten und prestigeträchtigsten Awards der Influencer-Szene ist, haben Julia vom Blog Schönwild und ich uns zurecht gefagt: Was ist denn mit uns? Wo sind wir Plus Size-Blogger und -Influencer, Menschen, die in der Szene etwas bewegen und erreichen wollen? Warum werden wir nicht gesehen, und warum gibt es keine einzige Kategorie, in der wir beim About You Award stattfinden?

Wir möchten mit der heutigen Aktion Einigkeit und Stärke beweisen und fragen ganz offen: #WhatAboutUS!?

In meinem heutigen Artikel möchte ich euch meine Sichtweise erklären und genau beleuchten, warum wir mehr Sichtbarkeit brauchen und es keine Ausgrenzung mehr geben darf.

Der Stand der Dinge


Plus Size ist ein Wort, was für viele ein großes Problem ist. Es beschreibt Übergrößen, Menschen mit mehr, ist eine Kategorie, die vor allem emotional sehr beladen ist.

Während einige sich ganz klar dafür aussprechen, lässt sich immer mehr erkennen, das viele mit der Kategorisierung ein Problem haben. Ich bin auch absolut dagegen, Menschen in Kategorien einzugliedern, allerdings brauchen wir diese Schubladen, um erstmal ein Bewusstsein zu schaffen, dass es Plus Size-Mode überhaupt gibt und geben muss. Wir sind nur eine kleine Community, und dennoch repräsentieren wir den Durchschnitt der deutschen Frau, die keine Kleidergröße 38 und darunter trägt. Und obwohl es so viele von uns gibt, werden wir ausgeschlossen.

Wir finden kaum in Magazinen statt, es gibt kaum Plus Size-Größen auf der Fashion Week Berlin (…nur auf meinen Plus Size Fashion Days).
Fällt dir spontan eine kurvige Moderatorin oder Personality ein, die konstant in den Medien vertreten ist und nicht das dicke lustige Image hat?

Es gibt kaum Fashion in großen Größen und wenn, dann maximal bis Größe 46.
Ich könnte die Liste ewig weiterführen… Uns wird konstant verdeutlicht, dass wir nicht dazugehören und wir ausgeschlossen werden. Das kann nicht sein!

#WhatAboutUS möchte wachrütteln

Jedes Jahr veranstalte ich die Plus Size Fashion Days und möchte ganz bewusst einen Ort schaffen, der Vielfalt zeigt und feiert. Ich möchte, dass sich die Grenzen öffnen, dass wir immer mehr Angebote für große Größen realisieren. Ich unterstütze Designer dabei, ihre Mode einem großen Publikum zu präsentieren, vergebe Awards an Menschen, die daran arbeiten, dass etwas passiert. Die genau wie ich anpacken und einfach mal was tun. Ich möchte von ganzem Herzen irgendwann sagen können, dass wir es mit viel positiver Energie geschafft haben, ein Event zu kreieren, das nicht ausgrenzt und Grenzen durchbricht. Vielleicht gibt es irgendwann nur noch die „Fashion Days“  – es wäre wünschenswert.

Ich würde mir wünschen, dass wir verstehen, dass unser künstlich erschaffenes Schönheitsbild eine Generalüberholung braucht. Bodybashing, Schönheitsdruck und große Konkurrenzgedanken sind konfektionsübergreifend. Es bedarf nicht nur der Plus Size-Community, sondern auch unserer Fellow FASHION brothers and sister, die sich ganz klar für kein einheitliches Ideal aussprechen und uns dabei helfen, dass wir sichtbarer werden.

1 Comment
  1. Großartige Worte, die unbedingt endlich mehr Gehör finden müssen!!! Danke für dein Engagement und deinen unermüdlichen Einsatz für uns ALLE! Du bist ein besonderes Vorbild ♥️♥️♥️

Leave a Reply

Your email address will not be published.