Selbstständig sein – 4 Dinge, die mich mein Arbeitsleben gelehrt hat.

Moin aus Hamburg,

die Tage werden kürzer und ich sitze heute an meinem Schreibtisch und bin in Schreiblaune. Bei Kerzen, schöner Musik und Ruhe bin ich voll im Flow.

Im Januar hat Kurvenrausch Geburtstag und wird sechs Jahre alt.
Mein Gott, wo ist die Zeit nur geblieben? Insgesamt bin ich seit mehr als 11 Jahren selbstständig und kann es manchmal gar nicht glauben, dass ich bis hierhin gekommen bin.

Heute möchte ich euch einen Einblick geben in die letzten Jahre. In meine Lernprozesse, was sich alles verändert hat und wieso ich immer positiv nach vorne blick

Tanja Marfo

Ich kenne den Struggle

Kunden finden, eine Webseite kreieren, ein Team aufbauen, sich weiterbilden, einen Arbeitsrhythmus schaffen, Texte und Konzepte schreiben, deinen Eltern deine verrückte Arbeitswelt erklären und Geld verdienen. Nebenbei Kinder, Familie und dann auch noch Freizeit? Und das ist noch lange nicht alles. Die Liste, der zu erledigen Dinge ist am Anfang riesig und wird mit der Größe des Unternehmens immer länger. Trust me!

Aber sehe es doch mal so: Du gehörst vielleicht zu den wenigen Welchen, die ein völlig neues Konzept, eine neue Idee in die Welt bringen. Das ist etwas Besonderes.

Mut gehört dazu, aber Ich bin der vollen Überzeugung, dass du mit einer guten Idee, deiner Passion und Herzblut alles schaffen kannst.

Tanja Marfo

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen. 

Sicherheit

In einem Vortrag habe ich gehört, welches die typischen Ziele der Deutschen Durchschnittsmenschen sind. Sie möchten ein Haus, meistens irgendwo Außerhalb, wollen sich einen Neuwagen kaufen oder zwei, wenn sie weit weg wohnen und mindestens einmal im Jahr verreisen. Sie möchten einen Job am besten mit einem unbefristeten Vertrag. Sie möchten Sicherheit – wer will das nicht?!

Was ist Sicherheit?

Ich hatte viele Jobs in meinem Leben. Ich saß an der Supermarkt Kasse während meiner Ausbildung, habe im Krankenhaus Essen in der neugeborenen Station verteilt und musste abends immer den „Schweineeimer“ raus tragen. (Örgs), habe Flyer verteilt, lange in der Marktforschung gejobbt, im Call-Center, habe eine Ausbildung zur Fremdsprachen Assistentin, Make-up Artistin, Kosmetikerin absolviert und mache jetzt was ganz anderes. Ich muss das, was ich mache lieben – zu 1000%

Ich kann mich in Menschen hinein versetzen, die ihren Job machen und nach Hause gehen. Das hat richtig viele positive Seiten. Vielen Menschen haben unfassbar viel Verantwortung in ihrem Job, retten unser Leben, pflegen unsere Lieben, passen auf unsere Kinder auf und, und, und. Die Liste ist lang.

Manchmal kommen wir aber an einem Punkt in dem wir uns wünschen einen anderen Beruf zu haben. Indem wir unserem Herzen folgen wollen und endlich das Café oder den Blumenladen eröffnen wollen, von dem wir schon lange träumen.
Dieses Träumen wird ganz oft von Ängsten überschattet und der Sicherheitsgedanke kommt wieder zum Vorschein.

Ich habe mich damals gegen Sicherheit entschieden und bin meinem Herzen gefolgt. Seid jetzt bitte nicht unvernünftig. Damals hatte ich einen Partner, der eine Vollzeitstelle hatte und einspringen konnte, wenn ich nichts beisteuern konnte. Solche Phasen gibt es..

Wenn du etwas in deinem Leben verändern willst dann …

Plane!

Struktur, Struktur, Struktur

Das ist das echte Zauberwort. Sei fleißig, mache dir Gedanken, was willst du wirklich, wie viel kostet das alles? Wie lange brauche ich für meinen Plan. Wer kann mir helfen?
Welche kleinen Schritte sind die nächsten richtigen um mich einen Schritt näher an dein Ziel zu bringen?
Den das große Ganze, dass du dir wünscht, ist die Folge vieler kleiner Schritte.

Ich bin ein sehr impulsiver Mensch und höre ganz oft auf meinen Bauch. Das ist meistens richtig! Manchmal aber nicht. Irgendwann bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich merkte, dass ich alleine nicht mehr weiterkomme. Auch freundschaftliche Dienste anderer waren nicht mehr ausreichend. Dann müssen Strategen her, Menschen, die dir dabei helfen deinem Unternehmen mehr Auftrieb zu geben. Mehr Struktur, mehr Planung und mehr Ruhe.

Inspiration

 

Ich liebe, liebe, lieebbeee Videos und Hörbücher. Ich hole mir jeden Tag meine tägliche Oprah und Lisa Dosis. Ich höre ihnen zu, mache mir Notizen, ich plane mit ihnen gemeinsam, sie geben mir Input und Zuversicht. Das kann eine gute Freundin oder Freund auch. Besonders Menschen, die dich gut kennen können eine gute Inspirationsquelle sein.

Ich gehe hin und wieder ins Museum, schreibe in mein Notizbuch, das immer in meiner Tasche ist. Ich schaue Filme, die mich fröhlich stimmen, sehe Dokumentationen, von anderen erfolgreichen Menschen und gehe gerne an Orte, die für mich für Erfolg, Inspiration und gute Vibes stehen.

Beim Spazierengehen und frische Luft schnappen bekommt der Kopf neue Impulse. Besonders auf Fano kann ich gut schreiben und neue Ideen sammeln. Seminare sind auch immer eine gute Idee.

Tanja Marfo

Erfolg hat drei Buchstaben: T U N

Umfeld prägt

Egal, ob du dir eine persönliche oder berufliche Veränderung wünscht – dein Umfeld prägt dich!
Dies gilt für Menschen aber auch für Orte.
Wenn du Freunde oder Familienmitglieder hast, die dich nicht verstehen dann gibt ihnen keinem Raum für deine Gedanken. Sei nett und freundlich aber lasse sie nicht an deinem inneren Prozess teilhaben. Glaub mir, irgendwann werden sie dich (vielleicht auch nur ansatzweise) verstehen und stolz auf dich sein. Nur gerade brauchst du Input und gute Vibes um nach vorne zu kommen.

Suche deine Gruppe von Menschen, die dich immer supporten. Die dir ehrlich die Meinung sagen aber auch gute Gedanken haben. Die möchten, dass du Erfolg hast – egal was du erreichen willst.

Networking

Wer ein anderes Umfeld sucht und mehr Inspiration braucht, der muss eines sehr ernst nehmen. Networking!
Zugegeben, manchmal finde ich es auch nicht einfach alleine auf ein Event zu gehen und über mich und meine Arbeit zu reden. Es kommt auf meine Tagesform an und wie ich gerade drauf bin. Aber, ganz oft sage ich mir, dass es mir sowieso niemand anmerkt, wenn ich nervös bin. Ich überlege nicht, sondern gehe los. Das hilft, immer.

Wunderschöne Visitenkarten sind mir wichtig denn sie öffnen Türen. Genauso wie ein strahlendes Lachen und ein gepflegtes Äußeres. Denn wir alle wissen, dass der erste Eindruck entscheidend ist.

Und jetzt ihr..

Was nehmt ihr von eurem Arbeitsleben mit?
Bist du selbstständig oder angestellt?
Was würdest du deinem jüngeren ICH mitgeben?

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen..

Alles Liebe,
Tanja