Dicke Körper in der Kritik – danke, liebe Plus Size Blogger

Dicke Körper in der Kritik

Es ist Halloween und im heutigen Mittwochs-Beitrag möchte ich über Kritik an unseren dicken Körpern sprechen. Mit uns meine ich Frauen denn wir sind es die, so scheint es,  am meisten an unseren Schwestern kritisieren.

Wie wir uns weiterentwickeln und uns besser gegenseitig supporten diese Fragen möchte ich in diesem Beitrag erörtern.

Tanja Marfo Dick

Blogger in der Kritik

Ein Blogger zu sein ist heutzutage sehr viel Arbeit. Wir produzieren Bilder, Content und sind auf unseren Socials sehr präsent. Wir stellen unseren Lesern Produkte vor, drehen Videos und wollen Frauen bestärken sich wohler in ihrer Haut zu fühlen.

Instagram ist für mich eine unglaublich wertvolle Erfindung denn, wo sonst könnte ich mir Modeinspiration von anderen Plus Size Frauen holen? In keiner Modezeitschrift ist meine Körpergröße vertreten – wirklich nur sehr selten. Wie zum Beispiel im „The Curvy Magazine“. In den Katalogen wird Mode für große Größen weiterhin hauptsächlich nur an einer Mustergröße präsentiert.

Wie könnte ich mir Mode in meiner Konfektion vorstellen, wenn es nicht die vielen Blogger gebe? Wie dankbar können wir dafür sein, dass es Frauen in unterschiedlichen Größen gibt, die zeigen, dass Fashion niemals eine Frage des Schildes im Nacken ist.

Und genau diese grandiosen Menschen werden im Netz aktuell immer wieder kritisiert, und zwar von Frauen, die auch eine große  Konfektionsgröße tragen. Immer wieder ist dieser Trend zu beobachten, gerade auf Facebook. Und immer wieder möchte ich in den virtuellen Eimer spucken.

Blogger, Influencer, Content Creator oder wie du sie nennen willst – sie haben alle ein Ziel: Aufmerksamkeit und neue Sehgewohnheiten in unserer Gesellschaft etablieren.
Sie gehen mit einer großen Selbstverständlichkeit voran, der sich große Modelabels eine Scheibe von abschneiden können.
Sie sind es, die für uns alle und für euch etwas Großes bewegen wollen und doch bekommen sie so viel Kritik.

Tanja Marfo Dick Kritik

Es ist einfacher, kritischer zu sein als korrekt.

Forget Flattering

Frauen können alles tragen was sie wollen. Wirklich! Wer sind wir, dass wir anderen Menschen vorschreiben, was sie zu tragen haben? Wer sind wir, dass wir uns ein Urteil erlauben über Menschen die wir gar nicht kennen?

Die Modepolizei hat uns vielleicht irgendwann gesagt, dass wir keine bauchfreien Oberteile (Crop Tops) tragen dürfen. Oder das Querstreifen auftragen und uns dicker wirken lassen. Das wir uns bitte bei Hitze keine arm freien Oberteile erlauben und uns am besten in Schwarz verhüllen. Bikini geht auch nicht und ach ja – dicke kann per se niemand leiden!

Wie beruhigend ist es doch zu wissen, dass die Sichtweise anderer auf unseren Körper nichts mit uns zu tun hat.
Wer andere beleidigen muss, um sich besser zu fühlen hat versagt. Wir können andere Menschen nicht ändern nur uns selbst.

Wir müssen Kritiken nicht immer wieder durchlesen, darüber sprechen und reflektieren. Damit bringen wir uns nicht weiter. Wir müssen sie abprallen lassen und einfach damit weitermachen worin wir so gut sind:
Ein Beispiel für andere Frauen sein, die noch immer an die Worte der Modepolizei glauben. Wir brauchen einander, können neue Sichtweisen in der Gesellschaft durchsetzen in dem wir einfach nicht aufhören unser Ding zu machen.

Vergessen wir zu bekehren. Wer meckern will wird es auch noch in 20 Jahren tun und sich immer noch in seinem kleinen Kosmos bewegen. Während wir bereits weiter sind und uns für eine offenere und bessere Gesellschaft eingesetzt haben.

Wie froh wäre die kleine Tanja gewesen, wenn sie coole, stylische und mutige Frauen als Vorbild gehabt hätte.

Danke Ladies, dass es euch gibt!

Alles Liebe,
Tanja

2 Comments
  1. Hallo Tanja, normalerweise finde ich deine Beiträge gut, aber dieser ist leider nicht so pointiert wie sonst 😉 Wer sind die Bloggerinen, die du meinst? Was du oder eine Tess machen ist zweifellos super. Und es gibt echt üble Kommentare. Viele der Kommentierenden dürften selbst ein Problem haben. Zumal ihr ja nicht propagiert,, dass die Leute darauf hin arbeiten sollen, dick zu sein, oder keinesfalls abzunehmen. Auch gebt ihr nicht vor, selbst ohne Tadel zu sein. Leider gibt es aber immer mehr Pseudo-Bloggerinnen, die nur Echo spielen und das ziemlich schlecht. Wenn das eigene Dicksein zur Entschuldigung für alles wird, was nicht so läuft, wie es sollte. Wenn der B-Promi aus dem TV mit Machoattitüde und gestähltem Oberkörper für mehr Tiefgang und Positivity herhalten soll, wie neulich ernsthaft in einem Profil gesehen… Natürlich darf sich jeder äußern, aber das gilt dann halt auch wirklich für jeden… Solche Bloggerinnen erweisen eurer Sachen eher einen Bärendienst.

    1. Hallo und danke für deinen Kommentar.Ich finde es im Allgemeinen gibt mir vieles gerade zu denken, was auf Instagram passiert. Es gibt einiges, was ich absolut gut finde und manches nicht.Ich stelle mir selbst viele Fragen und kann nicht direkt eine Antwort finden. Allerdings müssen wir anders mit Kritik umgehen lernen. Kritik darf abprallen, sie sind nur Gedanken anderer.

      Du siehst es richtig- ich propagiere weder dafür, dass Menschen dick sein sollten noch dafür, dass sie Diäten machen sollten. Dennoch ist Gesundheit sehr wichtig.

      Und es ist doch klar, dass einige nur auf den Zug #plussize oder #bodypositivity aufspringen wollen. Das ist für mich nichts neues. Tess wird aufgrund ihrer Reichweite und ihres Aussehens vehement aufs übelste beschimpft und bekommt sogar Morddrohungen.Das ist alles andere als Kritik..

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