Hallo ihr Lieben,

mit Sport ist das ja immer so eine Sache-im Prinzip ist die Motivation da. Praktisch bleibt man dann aber doch sehr oft auf seinem Sofa und ruht sich nach der Arbeit aus. Ich bekenne- Ich bin ein Sportmuffel. “Ich habe meistens einfach keine Zeit!”- ist das nicht die beste Ausrede? Die Wahrheit ist: Ich plane einfach nicht genug-That’s it.Ein Alltag mit Kids und zwei berufstätigen Erwachsenen und Hund, verlangt schon sehr viel Planung von mir und meinen Partner aber Gesundheit ist wichtig!

Sport lässt sich in den Alltag integrieren und ab einem gewissen Körpergewicht, ist jede Bewegung Sport. Öfters mal die Treppe nehmen, längere Spaziergänge mit dem Hund, einfach mal zum Einkaufen laufen oder das Fahrrad rausholen.

Sport ist Mord- sagt mein Schweinehund. Sport ist gut und hilft- Sagt der Verstand.Ich brauche einfach mehr Bewegung.Vor ein paar Wochen war ich während TV Dreharbeiten bei Dörte im Yogastudio beim Kurvenreich Yoga. Was ich bis Dato nicht wusste ist, dass Yoga auch mit Stuhl geht. Und gerade bei wirklich mehr Gewicht, ist es deutlich angenehmer. Yoga is for every body! Glaubst du nicht?

Ich traf mich mit Dörte Kuhn von Kurvenreich Yoga und sie hat mir ein paar Fragen beantwortet:

Tanja: Dörte sag mal. Können alle Yoga machen?

Dörte: Ja! Nicht jeder Mensch kann Spagat, aber jeder kann Yoga, kleine und große Menschen, dicke und dünne, junge und alte, gesunde und kranke. Alle Asanas (die Haltungen im Yoga) können so abgewandelt werden, dass jeder sie durchführen kann.
Tanja: Hast du ein Beispiel für eine abgewandelte Übung?
Dörte: Beim herabschauenden Hund  sind die Hände und Füße am Boden, die Knie werden gestreckt und der Po wird bei einem langen Rücken weit nach obengeschoben. Hat eine Teilnehmerin Probleme mit den Handgelenken kann sie auf die Unterarmegehen. Ist diese Haltung beispielsweise zu anstrengend, können die Hände auf einen Stuhl statt auf dem Boden positioniert werden. Und sollte der Blutdruck zu hoch sein, kann der Hund auch an der Wand durchgeführt werden. Selbst im Sitzen im gibt es eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten.

Bei den Atemübungen während der Yogastunde gibt es zwar noch einige wenige Einschränkungen (z.B. bei Asthma), aber auch hier kann gut variiert und angepasst werden.Ganz wichtig: Ein Yogalehrer kann seinen Unterricht nur anpassen, wenn er weiß, was seine Teilnehmer brauchen! Also: Gerne vor der Stunde kurz mit dem Lehrer schnacken und ihm erzählen,wo es „zwickt“.

Es gibt ein schönes Zitat, was ich gerne verwende: Nicht wir dienen dem Yoga sondern der Yoga dient uns.

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Tanja: Was macht Yoga mit dem Körper?

Dörte: Gleich vorab: Yoga macht nicht nur etwas mit unserem Körper sondern auch mit unserem Geist undunserer Seele. Es wirkt ganzheitlich auf den ganzen Menschen. Der gesundheitliche Nutzen des Yoga für unseren Körper ist abhängig von der gewählten Yoga-Formbeziehungsweise vom Schwerpunkt, den der Yogalehrer setzt. Ein Beispiel: Yoga Nidra ist als der„yogische Schlaf“ eine Form der Tiefenentspannung und entsprechend sehr ruhig und meditativ. Demgegenüber ist u.a. Power Yoga körperlich u.U. sehr anspruchsvoll.

Ganz allgemein gesprochen kann Yoga u.a.

… unsere Körperwahrnehmung verbessern

… unsere Kraftausdauer verbessern

… unsere Kraft erhöhen (übrigens auch des Beckenbodens!)

… unsere Haltung verbessern (nicht vergessen: innere und äußere Haltung bedingen einander!)

… unsere Dehnfähigkeit und Beweglichkeit verbessern

… unsere koordinativen Fähigkeiten verbessern (vor allen die Gleichgewichtsfähigkeit)

… die Leistungsfähigkeit unserer Tiefenmuskulatur verbessern (Die Tiefenmuskulatur ist die für die Haltung wichtige Muskulatur.)

… unser gesamtes Bindegewebssystem (unsere Faszien) trainieren

… unsere Entspannungsfähigkeit verbessern

All diese körperlichen Anpassungs-Reaktionen führen zum Beispiel dazu, dass Yoga unseren Blutdruck und die Herzfrequenz senken kann, dass Rückenschmerzen weniger werden und Kopfschmerzattacken seltener auftreten. Durch die Veränderungen im Bindegewebe (dem faszialen System unseres Körpers) kann Yoga auch auf innere Organe oder Narbenzüge (z.B. nach einemKaiserschnitt) wirken.

Viele Wirkungen des Yoga sind mittlerweile so gut belegt, dass selbst bei Brustkrebspatientinnen Yoga oft als begleitende Therapie eigesetzt wird. Das großartige an Yoga ist jedoch, dass es nicht nur sehr deutlich auf unseren Körper sondern auchauf unsere Seele und unseren Geist wirkt. Damit dies gut klappen kann, sollte jeder die für sich passende Yoga-Form und den für sich passenden Yogalehrer finden. Das kann manchmal ein wenig dauern und ehrlich gesagt: bei Übergewicht ist das meist nicht so einfach, weil die meisten Lehrerkeine Erfahrung mit dicken Teilnehmern haben. (Das lernt man auch üblicherweise nicht in denAusbildungen) Aber: Es lohnt sich!

 

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Tanja: Ich bin ein wirklich sehr kreativer Mensch und im meinem Kopf fahren meine Gedanken sehr oft Karussell. Ich habe mit dem Meditieren begonnen und muss sagen, dass es hilft die Gedanken zu sortieren.
Was genau macht Meditation mit uns?

Dörte:Meditation ist ein Teil des Yoga. Meditation ist einer der am besten untersuchten und erforschten Bereiche des Yoga. Die positivenAuswirkungen sind zahlreich belegt. Einige Beispiele:

Meditation…

… verringert die Stressreaktion des Körpers

… stärkt die Gehirnbereiche, die für die Stresskontrolle verantwortlich sind

… erhöht die Gelassenheit

… verringert das Schmerzempfinden

… senkt den Blutdruck

… verbessert die Immunabwehr

…stärkt die Resilienz, unsere emotionale und geistige Widerstandskraft

… verringert Ängste

… verringert depressive Verstimmungen

… verbessert z.B. Burnout-Symptome

… verbessert das Allgemeinbefinden und die Bewältigungskräfte bei schweren Erkankungen, z.B.Krebs

Liebe Dörte, vielen Dank für das Interview. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich ausprobieren will: Jeden Montag von 19:30 Uhr bis 20:30 Uhr findet in der Große Rainstrasse 41 in HH Altona die “Kurvenreich Yoga Stunde” statt.

Eine Schnupperstunde kostet 1o Euro. Wer weitere Infos braucht kann diese gerne per Mail erfragen. Unter info@doertekuhn.de schreibt euch die liebe Dörte gerne zurück.

 

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Über Dörte:
Dörte Kuhn ist Bewegungstherapeutin, Heilpraktikerin und Fachjournalistin
Themenschwerpunkte:

  • Medizin, alternative Medizin/Naturheilkunde
  • Medical Fitness
  • Weight Management, Ernährung
  • Wellness